ARGENTINIEN

Reise- und Sicherheitshinweise

Geld und Kreditkarten

flag of Argentina

Mit ec-Bankkarten, sowie deutschen Kreditkarten und der PIN kann an Geldautomaten Bargeld abgehoben werden, bei einigen Banken jedoch nur bis zu 700,– Pesos pro Einzeltransaktion pro Tag. Unter Umständen können weitere Beträge an Automaten anderer Banken abgehoben werden; hierauf ist aber kein Verlass.

Dollar lassen sich grundsätzlich im ganzen Land problemlos tauschen, manche Banken lehnen jedoch den Tausch für Nicht-Kunden ab. Wechselstuben oder Banken, die EURO in Pesos tauschen, sind außerhalb von Buenos Aires weniger häufig. Travellerschecks können ebenfalls in Banken und Wechselstuben eingelöst werden. Die Bezahlung mit Kreditkarte ist nicht immer möglich.

Für die Einfuhr von Zahlungsmitteln (Bargeld, Reiseschecks) gibt es keine Beschränkungen, ab einem Gegenwert von 10.000 USD für Erwachsene bzw 5.000 USD für Minderjährige unter 16 Jahren muss die Einfuhr jedoch deklariert werden. Bei der Ausreise darf maximal der Gegenwert von 10.000 USD für Erwachsene bzw. 5.000 USD für Minderjährige unter 16 Jahren mitgeführt werden. Die Mitnahme höherer Beträge ist nicht gestattet. Weitere Information (in spanisch oder englisch) finden Sie auf der Website der argentinischen Zollbehörden (http://www.afip.gob.ar/turismo/ und http://www.afip.gob.ar/turismo/#equiSalida bzw. http://www.afip.gov.ar/english/touristInformation.asp#c.)

Der Kauf von Fremdwährungen in Argentinien ist für Ausländer nur in der Höhe möglich, in der zuvor argentinische Pesos in Argentinien gekauft wurden. Konkret bedeutet dies, dass z. B. für eine Weiterreise keine brasilianischen Reales oder US-Dollar in Argentinien gekauft werden können, wenn Pesos aus Deutschland mitgebracht wurden. Da der vorherige Kauf der Pesos beim Kauf der Fremdwährung nachgewiesen werden muss, sollten Quittungen von Wechselstuben, aber auch von Geldautomaten, hierfür aufbewahrt werden.

Seit dem 3. Dezember 2013 gelten Bestimmungen, wonach nicht in Argentinien ansässige Ausländer Tourismus-Dienstleistungen (z. B. Flugtickets, Hotel-Übernachtungen, Pauschalreisen etc.) nicht mehr in Pesos bezahlen können. Die Zahlung muss durch im Ausland ausgestellte Kredit- oder Bankkarten, Devisenüberweisungen aus dem Ausland, Schecks auf Konten im Ausland oder Barzahlungen in Devisen (z. B. US-Dollar) erfolgen. Nach den bisherigen Erfahrungen der Botschaft können jedoch Flüge, Hotels etc. innerhalb Argentiniens weiterhin in Pesos bezahlt werden.

Straßen- & Flugverkehr

Im Straßenverkehr wird insbesondere Fußgängern zu besonderer Vorsicht geraten! Die Unfallzahlen sind in Argentinien deutlich höher als in Mitteleuropa.

Flugverspätungen sind an der Tagesordnung, was insbesondere in Bezug auf (transkontinentale) Anschlussflüge bei der Reiseplanung berücksichtigt werden sollte.

Bergsteigen und Trekking

Bergbesteigungen und Trekking müssen in gewissen Gebieten durch das Ministerium für Tourismus genehmigt werden. Reisende sollten sich vergewissern, dass die Organisatoren einer Expedition alle Vorschriften einhalten.

In den Bergen können sich die Witterungsverhältnisse sehr rasch ändern. Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden sollten beachtet werden. Es wird außerdem empfohlen, Wanderungen und Bergtouren in Begleitung eines anerkannten örtlichen Leiters durchzuführen, auch um das Risiko von Überfällen zu vermindern.

Im Nationalpark Aconcagua hat am 15.11.2014 die Bergsteiger- und Trekkingsaison begonnen. Informationen, auch zu den Parkgebühren, sind über die Webseite www.aconcagua.mendoza.gov.ar, erhältlich, oder unter folgender E-Mail: informesaconcagua@mendoza.gov.ar.

Die Parkverwaltung des Nationalparks Nahuel Huapi führt ein Trekking-Register. Eintragungen sind auf der Webseite www.nahuelhuapi.gov.ar oder im Büro in Bariloche möglich: Av. San Martin 24, Mo – Fr von 8.00 bis 17.00 Uhr, Sa und So von 10.00 bis 17.00 Uhr, Telefon +54 (0) 294 4423111, intern 113, E-Mail: informesnh@apn.gov.ar. Notrufnummer: 105.

Sollte sich während des Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, sollten sich Reisende möglichst schnell bei ihren Angehörigen melden und die Anweisungen der Behörden befolgen. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, sollte die Deutsche Botschaft in Buenos Aires kontaktiert werden.

Besuch von Fußballspielen

In argentinischen Stadien kommt es leider regelmäßig zu schweren Ausschreitungen. Gegnerische Fans, aber auch rivalisierende Gruppen derselben Mannschaft, bekämpfen sich unter Anwendung brutaler Gewalt und schrecken auch vor Waffeneinsatz nicht zurück.

Es wird deshalb empfohlen, ein Fußballspiel möglichst in Begleitung ortskundiger einheimischer Fußballfreunde zu besuchen um sicher zum Spiel und wieder zurück zu kommen. Die (meist preiswerten) Fanblocks und Stehplätze sollten gemieden werden. Hotels informieren auch über Organisationen, die den Eintritt, die An- und Abfahrt organisieren.

Sonstige Hinweise

Bei Diebstahl verlangen deutsche Versicherungen für die Erstattung den Nachweis einer polizeilichen Anzeige („Denuncia“). Bei der Deutschen Botschaft gibt es schriftliche Übersetzungshilfen.

Im Falle des Verlusts des Reisepasses ist die polizeiliche Verlustanzeige für die Wiederausreise unerlässlich. Der Verlust sollte unverzüglich der Botschaft oder dem nächstgelegenen Honorarkonsul angezeigt und die Ausstellung eines Ersatzdokumentes beantragt werden.

Die Stadt Buenos Aires hat ein Kommissariat für Touristen eingerichtet, in dem auch in diversen Fremdsprachen Hilfestellung geleistet werden kann. Es befindet sich in der Avenida Corrientes Nr. 436 (Plaza San Nicolás) in Buenos Aires und ist auch mit der gebührenfreien Telefonnummer 0800-9995000 erreichbar.

Bei einer Festnahme oder Inhaftierung sollten Reisende unverzüglich auf ein Telefonat mit der Botschaft oder dem zuständigen Honorarkonsul bestehen.

 

Allgemeine Informationen über Argentinien

Stand: Februar 2015

Ländername: Argentinische Republik (República Argentina)

Lage: Südliches Südamerika, zwischen dem 22. und 55. Grad südlicher Breite und dem 54. und 73. Grad westlicher Länge (größte Nord/Süd-Ausdehnung: 3.700 km, größte Breite: 2.100 km)

Fläche: 2,78 Mio. qkm (zweitgrößtes Land Südamerikas)

Hauptstadt: Buenos Aires, Bundeshauptstadt: rund 2,89 Mio. Einwohner; Großraum (Bundeshauptstadt plus Einzugsgebiet): 12,8 Mio. Einwohner

Bevölkerung: rund 41 Mio. Einwohner; im 19./20. Jahrhundert Einwanderungsland, vorwiegend italienischer und spanischer Abstammung; ca. 2% indigener Abstammung; 5,4% unter Armutsgrenze (nach offizieller Statistik; über 25% nach Schätzung von Forschungseinrichtungen und wichtigen NGOs); ca. 1 Mio. Deutschstämmige

Landessprache: Spanisch

Religion(en); Kirche(n): Katholiken 90%, Protestanten 2% und Juden 1%, andere Glaubensrichtungen 6%

Nationaltag: 25. Mai (1810); Revolutionstag – „Tag des Vaterlandes“ (Sturz des spanischen Vizekönigs)

Regierungsform: Präsidialdemokratie, Bundesrepublik; Kongress bestehend aus 2 Kammern: Senat mit 72 und Abgeordnetenkammer mit derzeit 257 Sitzen

Staatsoberhaupt: Präsidentin der Argentinischen Nation: Cristina Fernández de Kirchner; Vizepräsident: Amado Boudou

Außenminister: Minister für Auswärtige Beziehungen und Religionsfragen, Héctor Timerman

Parlamentspräsident: Präsident des Senats: Amado Boudou; Präsident der Abgeordnetenkammer: Julián Domínguez

Regierungspartei: „Frente para la Victoria“ sowie „Partido Justicialista/PJ“ (Peronisten), ab dem 10.12.2013: 32 (+10 Alliierte) von 72 Sitzen im Senat, 118 (+16 Alliierte aus anderen Parteien) von 257 Sitzen in der Abgeordnetenkammer

Andere im Parlament vertretene Parteien: Größte Fraktionen: Unión Cívica Radical/UCR (Radikale Bürgerunion), Unión PRO (Republikanischer Vorschlag),Frente Renovador (Erneuerungsfront)

Gewerkschaften: Vielzahl überwiegend peronistisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Dachverband CGT (Confederación General del Trabajo, seit 2012 in einen regierungsnahen und einen regierungkritischen Flügel gespalten), daneben die CTA (Central de Trabajadores Argentinos)

Organisationen der Wirtschaft: Industrieverband UIA – Union Industrial Argentina (Pendant zum dt. BDI), Arbeitgeberverband AEA – Asociación Empresaria Argentina, daneben gibt es zahlreiche branchenspezifische Wirtschaftsverbände

Verwaltungsstruktur des Landes: In den 23 Provinzen jeweils eigene Exekutive unter Führung eines Gouverneurs, ein eigenes Parlament und eine eigene Gerichtsbarkeit. Bundeshauptstadt Buenos Aires (Capital Federal) hat eigene Verwaltung und eigenes Parlament, unterliegt jedoch der Zuständigkeit der Bundesgerichte und der Bundespolizei. Argentinien zählt 2.168 Gemeinden (municipios) mit jeweils einem Bürgermeister an der Spitze.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: UNO (Gründungsmitglied 24.10.1945) und OAS, 2013/2014 nichtständiges Mitglied im VN-Sicherheitsrat, Mitgliedschaft in sämtlichen wichtigen VN-Sonderorganisationen, WTO,MERCOSUR, UNASUR, CELAC.

Wichtigste Medien:

Rundfunk: Landesweiter Staatsrundfunk (Radio Nacional), daneben Vielzahl weiterer regionaler und kommunaler Radiosender sowie über 100 private Radiostationen.

Fernsehen: Landesweit senden ein staatlicher und vier private Sender. Daneben existiert eine Vielzahl an kleineren, teils lokalen Sendern. Die Deutsche Welle ist je nach Kabel-/-Sat- Anbieter auf Deutsch oder Spanisch zu empfangen.

Presse: „Clarín“ (Auflage ca. 250.000), „La Nación“ (ca.160.000) und weitere kleinere Tageszeitungen. Außerdem „Buenos Aires Herald“ (englischsprachig) und „Argentinisches Tageblatt“ (deutschsprachige Wochenzeitung).

Ansässige Deutsche: Deutsche Staatsangehörige: mit Pass ca. 50.000 (Doppelstaatler 30.000). Weitere Deutschstämmige, unter anderem Wolgadeutsche: ca. 1 Million.

Bruttoinlandsprodukt: 611,3 Mrd. USD (2013)

Pro-Kopf-BIP: 14.762 USD (2013)

Hinweis: Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

BRASILIEN

Reise- und Sicherheitshinweise

Sprache

flag of BrazilEine Verständigung in deutscher Sprache ist in der Regel nicht möglich. Auch englische Sprachkenntnisse sind außerhalb der großen Hotels und Touristenschwerpunkte wenig verbreitet. Spanisch wird im Süden Brasiliens teilweise verstanden. Auch nur rudimentäre Portugiesischkenntnisse werden dankbar angenommen und sind in jedem Falle hilfreich.

Flugverkehr

Aus Deutschland kommend, muss Fluggepäck am brasilianischen Eingangsflughafen (Rio de Janeiro, São Paulo, Salvador, Recife, Brasilia etc.) entgegengenommen und für eine evtl. Weiterreise zum Reiseziel erneut aufgegeben werden. Eine Durchbeförderung erfolgt nicht, auch wenn dies bei der Gepäckaufgabe in Deutschland häufig behauptet wird.

Führerscheine, Alkohol im Straßenverkehr

Für das Führen von Fahrzeugen in Brasilien bei touristischen Aufenthalten genügt grundsätzlich ein deutscher Führerschein sowie ein zusätzlicher Identitätsnachweis (Reisepass). Zur Vermeidung von Missverständnissen und Verständigungsproblemen wird jedoch empfohlen, neben dem nationalen deutschen Führerschein einen internationalen deutschen Führerschein oder eine beglaubigte portugiesische Übersetzung des deutschen nationalen Führerscheins, mit zu führen.

Lediglich für die alten grauen Führerscheine ist das Mitführen einer beglaubigten Übersetzung zwingend vorgeschrieben. Für die Führerscheine der Klassen C, D und E ist zu beachten, dass in Brasilien ein Mindestalter des Führerscheininhabers von 21 Jahren verlangt wird.

Für Fahrzeugführer gilt absolutes Alkoholverbot. Verstöße werden rigoros verfolgt und mit hohen Strafen geahndet.

Geld und Kreditkarten

Die gängigen internationalen Kreditkarten werden landesweit akzeptiert. Bargeldabhebungen mit deutschen Kreditkarten oder mit EC-Maestro Karten sind zwar an entsprechend gekennzeichneten Automaten (u.a. HSBC, Citibank, Banco24Horas, Banco do Brasil, Bradesco) grundsätzlich weiterhin möglich. Viele Reisende berichten jedoch von Schwierigkeiten.

Daher wird empfohlen sich vor Abreise bei der Bank zu erkundigen, ob Bargeldabhebungen in Brasilien zugelassen sind, und sich nicht ausschließlich auf eine Versorgung mit brasilianischen Reais an Geldautomaten zuverlassen. Alternative Möglichkeiten der Geldversorgung wie z.B. American Express Reisechecks, Devisen usw. sollten in Betracht gezogen werden. Es wird empfohlen, sich auf der Internetseite von American Express zu informieren, bei welchen brasilianischen Banken, Reiseschecks eingelöst werden können:  http://www.americanexpress.com/germany/tc/index.shtml.

V-Pay-Karten werden im außereuropäischen Ausland nicht akzeptiert.

Bei fehlgeschlagenen Barabhebungen an Bankautomaten ist unbedingt der ausgegebene Bankbeleg aufzubewahren, da manchmal trotzdem eine Belastung des deutschen Kontos erfolgt. Bei Barabhebungen an Geldautomaten wird zur besonderen Vorsicht geraten. Insbesondere ist auf Vorrichtungen zu achten, mit denen die Karten kopiert oder das Eintippen der Geheimzahlen aufgezeichnet werden könnte. Zur Minimierung des Überfall- und Kartenbetrugsrisikos empfiehlt es sich, Bargeld tagsüber und werktags in einer Bankfiliale abzuheben.

Telefonieren/Mobiltelefone

In Brasilien ist bei Ferngesprächen grundsätzlich ein Provider vorzuwählen: innerhalb Brasiliens Provider (z. B. 014 od. 015) + bras. Vorwahl + Tel.; bei Auslandsgesprächen z. B. nach DEU analog: Provider (z. B. 0014 od. 0015)+ 49 + dt. Vorwahl + Tel).

In Brasilien sind die Mobilfunknetze regional organisiert. Um ein brasilianisches Mobiltelefon anzurufen, muss deshalb auch die jeweilige regionale Vorwahl mit gewählt werden.

Schwimmen

Schwimmen

Starke Strömungen und gefährliche Fische sind die Hauptursachen für Badeunfälle. Reisende sollten daher Signalisierungen (rote Flagge = Baden verboten) beachten oder Rat von Ortkundigen einholen.

 

Allgemeine Informationen über Brasilien

Stand: Februar 2015

Ländername: Föderative Republik Brasilien (República Federativa do Brasil)

Lage und Klima: 5º nördliche bis 33º südliche Breite, 35º bis 74º westliche Länge; grenzt an alle Länder Südamerikas außer Chile und Ecuador; Klima tropisch und subtropisch

Fläche: 8,5 Mio. qkm; 47 % der Fläche Südamerikas

Hauptstadt: Brasília, 450.000 Einwohner (Bundesdistrikt 2,4 Mio. Einwohner)

Bevölkerung: 201,5 Millionen Einwohner, Wachstum 1,1 % p.a.; ethnische Vielfalt und Mischung, ca. 800.000 Indigene

Landessprache: Portugiesisch in brasilianischer Variante

Religionen / Kirchen: Überwiegend römisch-katholisch (ca. 68 %); zunehmend protestantische Gruppen und Sekten; verbreitet synkretistisch-animistische Kulte

Nationalfeiertag: 7. September, Unabhängigkeitstag

Unabhängigkeit: 7. September 1822

Staatsform: Präsidiale föderative Republik

Staatsoberhaupt und Regierungschef: seit 01.01.2011: Dilma Vana Rousseff (PT)

Außenminister: Mauro Vieira (seit 02.01.2015)

Parlament: Nationalkongress (Congresso Nacional), besteht aus: 
- Abgeordnetenhaus (Câmara dos Deputados, 513 Abgeordnete), Präsident: Henrique Eduardo Alves (PMDB) und
- Senat (Senado Federal, 81 Senatoren), Präsident: Renan Vasconselos Calheiro (PMDB), zugleich Präsident des Nationalkongresses.

Die letzten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen fanden im Oktober 2014  statt.

Präsident des Nationalkongresses: Renan Vasconselos Calheiro (PMDB)

Regierungsparteien:  Lose Koalition eines breiten Parteienspektrums von insgesamt 22 Parteien (ab Februar 2015 insgesamt 28 Parteien):

(in Klammern Fraktionsstärke ab neuer Legislaturperiode, Beginn am 10.02.2015)

  • PT (Partei der Arbeiter) – 88 (70) Abgeordnete, 13 (13) Senatoren,
  • PMDB (Partei der Demokratischen Bewegung Brasiliens) – 71 (66) Abgeordnete, 20 (19) Senatoren
  • PP (Progressive Partei) – 40 (36) Abgeordnete, 5 (5) Senatoren
  • PDT (Demokratische Arbeiterpartei) – 18 (25) Abgeordnete, 5 (6) Senatoren
  • PTB (Partei der Arbeit) – 18 (25) Abgeordnete, 6 (3) Senatoren
  • weitere kleine Parteien.

Insgesamt hat die Regierungskoalition 340 (304) Sitze im Abgeordnetenhaus und (53) Sitze im Senat.

Opposition:

  • DEM (Demokraten) – 28 (22) Abgeordnete, 4 (5) Senatoren
  • PSDB (Partei der Brasilianischen Sozialen Demokratie) – 44 (54) Abgeordnete, 12 (10) Senatoren
  • PSD (Sozialdemokratische Partei) – 45 (37) Abgeordnete, 1 (4) Senator
  • PSB (Sozialistische Partei Brasiliens) – 24 (34) Abgeordnete, 4 (6) Senatoren
  • PPS (Sozialistische Volkspartei, sozialdemokratisch) – 6 (10) Abgeordnete, (1) Senator.
  • weitere kleine Parteien

Gewerkschaften: Es sind 7,2 Mio. Arbeitnehmer in 15.375 anerkannten Gewerkschaften organisiert. Die Central Única dos Trabalhadores (CUT) vertritt mit 35,6% den größten Anteil der organisierten Arbeitnehmer, gefolgt von der Força Sindical (FS) mit 13,8%. Die União Geral dos Trabalhadores (UGT) vertritt 11,2%, die Central de Trabalhadores e Trabalhadoras do Brasil (CTB) 9,2% und die Nova Central Sindical de Trabalhadores (NCST) 8,1% der organisierten Arbeitnehmerschaft. Die Finanzierung der Gewerkschaften erfolgt auf Grundlage einer Abgabe in Höhe eines Tageslohns pro Jahr, die alle Arbeitnehmer per Gesetz an das Arbeitsministerium zu leisten haben, sowie durch Mitgliedsbeiträge.

Arbeitgeberverbände: Der größte und bedeutendste brasilianische Arbeitgeberverband ist der CNI (Confederação Nacional de Indústria) mit 27 regionalen Industrieverbänden. Er vereint über 1.000 assoziierte Arbeitgeberverbände und rd. 196.000 Unternehmen. Weitere wichtige Verbände sind der Industrieverband des Staates Sao Paulo, FIESP (Federacão de Indústrias do Estado de SP), die Confederação Nacional de Comércio (CNC), der bras.Verband für Infrastruktur und Schwerindustrie ABDIB, die Associação Nacional de Fabricantes de Veiculos (ANFAVEA) und die Associação Brasileira de Metalurgicos, Materiais e Mineração (ABM). Im Landwirtschaftsbereich sind vor allem die Confederação Nacional de Agricultura (CNA), União de Indústrias de Cana de Açúcar(UNICA) und Associação de Produtores de Soja de Mato Grosso (APROSOJA) von Bedeutung.

Verwaltungsstruktur: 26 Bundesstaaten und ein Bundesdistrikt, über 5.500 Gemeinden (municípios)

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: u.a. Vereinte Nationen (Gründungsmitglied), VN-Sonderorganisationen, Weltbank, IWF, IAEO, Organisation Amerikanischer Staaten, Mercosul, UNASUL

Medien: ca. 4.100 Zeitungen (davon 4 Tageszeitungen mit nationaler Bedeutung: Folha de Sao Paulo, Estado de Sao Paulo, O Globo, Valor Econômico) und mehrere Wochenzeitschriften (insbes. Veja, Época, Carta Capital und Isto É);
7 überregionale TV-Ketten, davon 4 kommerziell; 2 überregionale Kabelgesellschaften, ca. 9.100 Rundfunkkanäle (davon 5000 regional). Deutsche Welle über Kabel, Satellit und Internet.

Bruttoinlandsprodukt: rund 2.243 Mrd. USD (2013)

BIP pro Kopf: 11.310 USD (2013)

Wechselkurs (Durchschnitt 2014): 1 EURO = 3,05 R$; 1 R$ = 0,33 EUR

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

CHILE

Reise- und Sicherheitshinweise

flag of ChileChile ist ein gut erschlossenes Reiseland. Mit modernen Überlandbussen sind fast alle Teile des Landes erreichbar. Zugverbindungen gibt es von Santiago aus nur in Richtung Süden (bis Chillán).

Sprache

Reisende sollten zumindest über Grundkenntnisse des Spanischen verfügen, da Englisch- und Deutschkenntnisse (außer im Süden des Landes) wenig verbreitet sind.

Geld und Kreditkarten

Kreditkarten können grundsätzlich verwendet werden; Einschränkungen für deren Benutzung sind lediglich in kleineren Orten gegeben. Bargeld kann an den meisten Geldautomaten unter Eingabe der PIN per Kreditkarte oder EC-Karte mit Maestro-Zeichen älteren Ausgabedatums (kein V-Pay-Zeichen) abgehoben werden. Geldautomaten sollten aus Sicherheitsgründen nur während der Geschäftszeiten benutzt werden. Es wird empfohlen, grundsätzlich keine größeren Bargeldmengen bei sich zu tragen.

Das Preisniveau in Chile ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern relativ hoch; es sollten ausreichend Reisemittel eingeplant werden.

Mietwagen

Laut Auskunft des chilenischen Außenministeriums können Touristen mit dem deutschen nationalen Führerschein in Chile fahren. Für eventuelle Polizeikontrollen empfiehlt es sich, eine spanische Übersetzung oder den mehrsprachigen internationalen Führerschein mitzuführen. Bei der Reiseplanung ist zu beachten, dass man mit einem Mietwagen in der Regel nicht in die angrenzenden Länder fahren darf. Mietwagen sind leider oft in schlechtem technischen Zustand.

 

Allgemeine Informationen über Chile

Stand: Februar 2015

Ländername: República de Chile / Republik Chile

Klima: Von Wüsten (Norden) über mediterrane (Mitte) bis zu gemäßigt feuchtkühlen Zonen (Süden)

Lage: 17° – 56° südlicher Breite

Größe: 756.626 km²

Hauptstadt: Santiago (6,5 Mio. Einwohner)

Bevölkerung: 16,3 Mio., ca. 75% Mestizen, etwa 10% Indigene, Wachstumsrate ca. 1%

Landessprache: Spanisch

Religionen: Katholiken: 67,37%, Protestanten: 16,62%, Übrige: 11,58%

Nationaltag: 18./19. September (Fiestas Patrias)

Unabhängigkeitserklärung: 18. September 1810 (von Spanien)

Staatsform: Republik und Präsidialdemokratie

Staatsoberhaupt: Präsidentin der Republik,, Michelle Bachelet, seit 11. März 2014 im Amt; Wahl am 15. Dezember 2013

Vertreter des Staatsoberhaupts: Vizepräsident Rodrigo Peñailillo, Innenminister (Partido por la Democracia)

Außenminister: Heraldo Muñoz (Partido por la Democracia)

Regierungschef: Präsidentin der Republik, Michelle Bachelet

Parlament: Kongress, bestehend aus Senat (38 Sitze) und Abgeordnetenkammer (120 Sitze); Wahl nach „binominalem System“ (je 2 Senatoren/Abgeordnete in 19 Senats- und 60 Abgeordneten-Wahlkreisen); letzte Wahl am 17. November 2013. Präsident der Abgeordnetenkammer (für ein Jahr): Aldo Cornejo (Christdemokratische Partei); Präsidentin des Senats (für ein Jahr): Isabel Allende (Sozialistische Partei, Tochter des 1973 gestürzten Präsidenten Salvador Allende, nicht identisch mit der gleichnamigen Schriftstellerin)

Regierungsparteien: Bündnis (Nueva Mayoría = Neue Mehrheit) bestehend aus 6 Mitte-Links-Parteien und Bewegungen:

  • Christdemokraten (PDC; 21/6): Partei mit breiter Mitte-Links-Programmatik
  • Partei für die Demokratie (PPD; 15/6): sozialdemokratisch
  • Radikal Sozialdemokratische Partei (PRSD; 6/-): links-sozialdemokratisch
  • Sozialistische Partei (PS; 15/6)
  • Kommunistische Partei (PC; 6/-)
  • Unabhängige und sonstige Linke (4/3)

Oppositionsparteien: zwei Mitte-Rechts-Parteien sowie vier ihnen zuzurechnende unabhängige Abgeordnete und ein Senator:

  • Renovación Nacional (RN, 16 Sitze in der Abgeordnetenkammer / 6 im Senat): liberal-konservativ,
  • Unión Demócrata Independiente (UDI; 29/8): konservative, rechte Volkspartei

außerhalb der Blöcke:

  • Regionalisten-Partei (PRI; 3/2)

Verwaltungsstruktur: Teildezentralisierter Einheitsstaat, aufgeteilt in 15 Regionen (Verwaltungsspitze: Intendenten) und 54 Provinzen (Gouverneure)

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen mit allen Unterorganisationen (Santiago: Sitz der CEPAL/ECLAC – VN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik), Weltbank, IWF, OAS (Organisation der Amerikanischen Staaten), UNASUR (Union Südamerikanischer Nationen), CELAC (Gemeinschaft der Staaten Lateinamerikas und der Karibik ), APEC (asiatisch-pazifische Wirtschaftskooperation), Andengemeinschaft, Pazifik-Allianz , OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; seit 2010), IRENA (Internationale Agentur für Erneuerbare Energien). Assoziiert mit MERCOSUR (Gemeinsamer Markt Südamerikas).

Wichtigste Medien: Tagespresse: El Mercurio (konservativ), La Tercera (überwiegend konservativ), La Segunda (konservativ; Abendzeitung) Zeitschriften:Qué Pasa (liberal); diverse weitere Publikationen. 5 TV-Sender mit landesweiter Ausstrahlung, Kabelfernsehen. Einflussreichster Radiosender ist „Radio BíoBío“ (unabhängig).

Bruttoinlandsprodukt (nominal): 282 Mrd. USD (2013)

BIP (nominal) per capita: 17.280 USD (2013), ausgehend von Bevölkerung von 16,3 Mio.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

PERU

Reise- und Sicherheitshinweise

Flag of Peru

Peru wird alljährlich von knapp drei Millionen Besuchern bereist. Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können unter Beachtung der o. g. Sicherheitshinweise über die gesamte Länge mit privaten Pkws oder öffentlichen Verkehrsmitteln befahren werden. Dies gilt auch für Fahrten in die „Sierra“ (Andenhochland) nach Cajamarca, Huaraz (Callejón de Huaylas) Chanchamayo, von Pisco nach Ayacucho, von Nazca nach Cusco und weiter nach Puno, und nach Arequipa, einschl. Cañon de Colca sowie ebenfalls die Weiterfahrt nach Puno.

Große Teile Cuscos und der Umgebung gehören zum Weltkulturerbe und stehen unter Denkmalschutz. Bitte respektieren Sie die in manchen archäologischen Parks bestehenden Verbote von Picknicks, Lagerfeuern, Campen u. ä. Bei Verstößen muss mit Strafverfolgung gerechnet werden.

Geld und Kreditkarten

Barabhebung von Landeswährung (Nuevos Soles) sowie von US-Dollar an Geldautomaten ist grundsätzlich mit Kreditkarte, hingegen nur sehr eingeschränkt mit EC-Karte (MAESTRO-System) möglich. Mit EC-Karten des „V-Pay“-Systems sind grundsätzlich keine Barabhebungen möglich. Reiseschecks sind nicht überall gegen Bargeld einzutauschen. Mit US-Dollar kann vielerorts direkt gezahlt werden.

Bei Problemen mit der Geldversorgung können Sie sich z. B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen. Sie ist in allen größeren Städten Perus vertreten, Geldüberweisungen aus dem Ausland können schnell (oft noch am gleichen Tag) erfolgen.

Euro-Scheine können zumindest in Lima, Arequipa, Puno und Cusco in Wechselstuben umgetauscht werden. Außerhalb größerer Orte ist der Umtausch von Euro und gelegentlich auch US-$  in peruanische Soles problematisch.

Passverlust

Der Verlust des Reisepasses bringt erhebliche Probleme mit sich. Vor Ausstellung eines Ersatzdokuments sind eventuell zeitraubende Nachforschungen durch die deutsche Auslandsvertretung oft unerlässlich. Die Ausstellung von Passersatzpapieren an Wochenenden und Feiertagen kann nicht gewährleistet werden. Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden. Es empfiehlt sich, eine Kopie des Passes mitzuführen und sie gesondert aufzubewahren. Die Nutzung innerperuanischer Flüge und selbst die Mitnahme in Überlandbussen ist nicht immer gewährleistet, wenn kein Pass (bei Busreisen reicht zumeist eine Passkopie) vorgelegt werden kann.

Einzelne Formalitäten nach einem Passverlust:

Für die Wiederausreise nach einem Passverlust ist u. a. eine Verlust- bzw. Diebstahlsanzeige bei der peruanischen Nationalpolizei, die so genannte „denuncia“, erforderlich. Die Anzeige kann grundsätzlich nur bei der für den Ort des Diebstahls/Verlusts zuständigen Polizeistation aufgegeben werden. Seien Sie bei der Abgabe der „denuncia“ auf bürokratische und umständliche Abläufe gefasst.

Die Botschaft wird Ihnen anschließend schnellstmöglich einen vorläufigen Reisepass oder einen Reiseausweis zur Rückkehr nach Deutschland erteilen.

Nach Erteilung des neuen Reisedokuments müssen Sie sich entweder an die Generaldirektion der peruanischen Einwanderungsbehörde „DIGEMIN“ (Avda. España 734, Breña, Lima 5; geöffnet Mo-Fr bis 13 h; zumeist nur spanischsprechende Bedienung) oder an eines der DIGEMIN-Büros in der Provinz wenden, damit der peruanische Einreisestempel in das neue Reisedokument „übertragen“ wird. Diese Formalität wird seit September 2012 nicht mehr direkt bei der Ausreise aus Peru erledigt. Es ist deshalb in verschiedenen Fällen schon dazu gekommen, dass gebuchte Flüge nicht angetreten werden konnten. Die Botschaft versucht besonders in eiligen Fällen oder an Wochenenden und Feiertagen, in einer solchen Situation weiterzuhelfen, kann jedoch keine Gewähr übernehmen.

 

Allgemeine Informationen über Peru

Stand: Februar 2015

Ländername: Republik Peru; República del Perú

Klima: Östliches Amazonasgebiet: feuchttropisch

Hochland: tropisches Hochgebirgsklima

Küste: heiß im Sommer (Dezember – März), kühl von Mai bis November; trocken

Lage: An der Westküste Südamerikas zwischen 0° und 18°südl. Breite, 69° und 81° westl. Länge

Fläche: 1,285 Mio km², 3.079 km Küstenlinie

Hauptstadt: Lima, ca. 9,6 Mio Einwohner (mit Hafenstadt Callao)

Bevölkerung: ca. 30,8 Mio., 47 % Indigene, 37 % Mestizen, 13 % europäischer Herkunft, 3 % asiatischer und afrikanischer Herkunft; Bevölkerungswachstum 1,13 %

Landessprachen: Spanisch (88 %), Quechua, Aymara

Religionen/ Kirchen: 81,3 % römisch-katholisch, 12,5 % evangelisch, verschiedene christliche Kirchen

Nationalfeiertag: 28. und 29. Juli

Unabhängigkeit: 28. Juli 1821

Regierungsform: Republik (Verfassung vom 31.12.1993)

Staatsoberhaupt: Ollanta Humala Tasso, Staatspräsident

Amtsantritt am 28.07.2011, Amtszeit 5 Jahre, direkte Wiederwahl nicht möglich

Vertreter des Staatsoberhaupts: Marisol Espinoza, 1. Vizepräsidentin (Partei ‚Gana Perú‘); Amtsantritt am 28.07.2011, Amtszeit 5 Jahre

Regierungschef: Ana Jara Velásquez, Präsidentin des Ministerrats (seit 22.07.2014)

Außenminister: Gonzalo Alfonso Gutiérrez Reinel

Parlament: Kongress: eine Kammer, 130 Sitze

Parlamentspräsidentin: Ana María Solórzano (Partei ‚Gana Perú‘)

Legislaturperiode Juli 2011 – Juli 2016

Regierungskoalition: keine formelle Koalition; Regierung stützt sich auf „Gana Perú“ (34 Sitze) und arbeitet eng mit „Perú Posible“ (11 Sitze) zusammen.

Oppositionsgruppen:

  • Fuerza 2011 (Fujimorista): 36 Sitze
  • Acción Popular – Frente Amplio : 9 Sitze
  • Concertación Parlamentaria: 9 Sitze
  • Dignidad y Democracia: 7 Sitze
  • Partido Popular Cristiano y Alianza para el Progreso: 7 Sitze
  • Alianza Solidaridad Nacional: 7 Sitze
  • Unión Regional: 6 Sitze
  • 4 Kongressabgeordnete ohne Parlamentszugehörigkeit

Gewerkschaften:

CGTP – Confederación General de Trabajadores del Perú(marxistisch)

CTP – Central de Trabajadores (der Partei APRA nahestehend)

SUTEP – Sindicato Unitario de Trabajadores de la Educación del Perú (Lehrergewerkschaft)

Verwaltungsstruktur: 25 Regionen, 194 Provinzen

Mitgliedschaft in den wichtigsten internationalen Organisationen:  Mitgliedschaft in den wichtigsten internationalen Organisationen: Vereinte Nationen und Sonderorganisationen, Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS), Andengemeinschaft (Comunidad Andina de Naciones, CAN), Union der Südamerikanischen Staaten (UNASUR), Rio-Gruppe, Lateinamerikanische Energieorganisation (OLADE), Lateinamerikanische Integrations-Assoziation (ALADI), Ständige Süd-Pazifik-Kommission (CPPS), Lateinamerikanisches Parlament, Konferenz der Blockfreien Staaten, Asia Pacific Economic Cooperation (APEC), Gruppe der 15 (inzwischen 19 größere Schwellen- und Entwicklungsländer)

Wichtigste Medien:

8 kommerzielle, 1 staatlicher sowie zahlreiche private Kabel-TV-Kanäle

6 große Tageszeitungen

3 landesweite Radiosender, zahlreiche lokale Radiostationen

3 Wochenzeitungen, zahlreiche politische Magazine

Bruttoinlandsprodukt (2013): ca. 202 Mrd. USD

Pro-Kopf-BIP (2013): ca. 6.622 USD

Wechselkurs: 1 USD = 2,99 PEN (Januar 2015); PEN = Peruanischer Nuevo Sol

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

URUGUAY

Reise- und Sicherheitshinweiseflag of Uruguay

Uruguay hat ca. 3,38 Mio. Einwohner, von denen fast die Hälfte in der Hauptstadt Montevideo leben. Das Inland ist sehr dünn besiedelt. Die meisten Touristen, vor allem aus Argentinien und Brasilien, zieht es an die Seebäder der Küste. Während der Hauptreisezeit sind die Hotels oft ausgebucht und verlangen Saisonzuschläge.

Geld und Kreditkarten

Internationale Kreditkarten werden allgemein akzeptiert. Mit Kreditkarten (und PIN-Nr.) sowie einigen (nicht allen) ec-Bankkarten kann an Geldautomaten Bargeld abgehoben werden. Der US-Dollar und der Euro sind als Zahlungsmittel anerkannt und können problemlos in den zahlreichen Wechselstuben (Casas de Cambio) zum aktuellen Kurs gegen die einheimische Währung (Peso) eingewechselt werden. Bargeld darf bis zu einer Summe von 10.000 USD eingeführt werden.

Reisen über Land / Straßenverkehr

Das Hauptverkehrsmittel ist der Autobus. Es gibt zahlreiche gute Busgesellschaften, die über moderne und klimatisierte Fahrzeuge für den Überlandverkehr verfügen. Nach Buenos Aires werden – neben Flugverbindungen – ca. zweieinhalb bis dreistündige Überfahrten in Schnellschiffen („Buquebus“) angeboten.

Die Autoanmietung für Fahrten in Uruguay ist unproblematisch. Die Voraussetzungen: Deutscher Führerschein, Mindestalter 23 Jahre, internationale Kreditkarte. Uruguayische Fahrzeughalter müssen eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen, die jedoch nur Personenschäden abdeckt. Angesichts der Tatsache, dass noch nicht alle Verkehrsteilnehmer über solche Versicherungen verfügen, sollte daher neben der Krankenversicherung auch eine Unfallversicherung sowie eine Kaskoversicherung abgeschlossen werden. Bei einem Autounfall sollte die Polizei immer hinzugezogen werden. Allerdings ist sie bei Sachschäden nach uruguayischem Recht nicht zu einer Mitwirkung verpflichtet. Umsichtiges Fahren wird empfohlen und nächtliche Überlandfahrten sollten aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Bei Unfällen mit Personenschäden ist auch bei fahrlässiger Verursachung mit Gefängnisstrafe und ggf. vorab mit Untersuchungshaft bis zum Beginn des Prozesses zu rechnen.

Die Polizei führt Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen (Obergrenze: 0,3 Promille) durch und verhängt bei Zuwiderhandlungen Geldstrafen.

 

Allgemeine Informationen über Uruguay

Stand: Februar 2015

Ländername: Republik Östlich des Uruguay (República Oriental del Uruguay)

Klima: gemäßigt-warm, Temperaturmittel: Winter 13,3°C, Sommer 22,8°C

Lage: flach-wellige Hügellandschaft östlich des Uruguay-Flusses und nördlich des Río de la Plata; Grenzen zu Argentinien und Brasilien

Größe des Landes: 176.215 qkm (davon 87,6% landwirtschaftlich nutzbares Land); maritime Wirtschaftszone: 140.000 qkm

Hauptstadt: Montevideo mit 1,33 Mio. Einwohnern

Bevölkerung: ca. 3,380 Mio (Wachstumsrate 0,35%). Einwohner überwiegend europäischer Abstammung; Lebenserwartung 76,6 Jahre

Landessprache: Spanisch

Religionen / Kirchen: Katholisch 45,7; sonstige christliche Gruppen 9%, konfessionslose Gläubige 30,1 %, Atheisten 12 %, Agnostiker 2%, andere 1,2%. Weitgehend laizistischer Staat.

Staatsgründung: 1830

Nationalfeiertag: 25. August ; bezieht sich auf die Unabhängigkeitserklärung vom 25. August 1825

Regierungsform: Präsidiale Demokratie mit direkt gewähltem Präsidenten; 2 Kammern mit 30 Senatoren und 99 Abgeordneten; gültige Verfassung von 1967 mit Änderungen von 1996

Staatsoberhaupt: Präsident und Regierungschef Tabaré Vázquez (Frente Amplio) seit 01.03.2015, Mandatszeit 5 Jahre.

Vertreter: Vizepräsident Raúl Fernando Sendic Rodríguez seit 01.03.2015

Regierungschef: siehe Staatsoberhaupt

Außenminister: Rodolfo Nin Novoa

Parlament: Abgeordnetenhaus (entspricht Bundestag): 99 Sitze; Senat: 30 Sitze

Parlamentspräsident: Raúl Sendic (zugleich Vizepräsident und Präsident der Asamblea Nacional von Uruguay), seit 01.03.2015

Letzte Parlamentswahl: 26.10.2014; nächste Wahlen: Oktober 2019

Regierungspartei: Frente Amplio (FA, Mitte links; 15 Sitze im Senat, 50 Sitze im Abgeordnetenhaus); die Stimme des Vizepräsidenten gibt im Senat den Ausschlag.

Oppositionsparteien:

  • Partido Nacional(Blancos, traditionelle Partei, Mitte-rechts; 10 Sitze im Senat, 32 Sitze im Abgeordnetenhaus
  • Partido Colorado(traditionelle Partei, Mitte-rechts; 4 Sitze im Senat, 13 Sitze im Abgeordnetenhaus)
  • Partido Independiente(Mitte-links; 1 Sitz im Senat, 3 Sitze im Abgeordnetenhaus)
  • Unidade Popular (links; 1 Sitz im Abgeordnetenhaus)

Gewerkschaften: Zahlreiche Betriebs- und Industrie-Gewerkschaften. Dachverband PIT-CNT

Verwaltungsstruktur: Zentralistisch, 19 Bezirksverwaltungen (departamentos) mit geringer Selbstverwaltung, geleitet von direkt gewählten Intendenten

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: u.a. Vereinte Nationen (VN) seit 1945, Internationaler Währungsfond (IWF) seit 1946, Weltbank, World Trade Organisation (WTO) seit 1995, Organisation amerikanischer Staaten (OAS) seit 1948, Lateinamerikanische Integrationsvereinigung (ECLAC, ALADI)seit 1998, IDB seit 1959, Lateinamerikanische Wirtschaftskommission (CEPAL)seit 1948, MERCOSUR seit 1991, UNASUR seit 2011. Montevideo ist Sitz von ALADI und des Sekretariats von MERCOSUR

Wichtigste Medien:

Tageszeitungen: El País (der Opposition nahestehend), El Observador, La República (regierungsnah)

Wochenzeitungen: Búsqueda (wirtschaftsliberal), BRECHA (links)

Rundfunk: Radio Sarandí, El Espectador, Radio Carve, Radio Monte Carlo

Fernsehsender: 1 staatlicher (TNU) und 3 private Stationen, Kabelfernsehen

Bruttoinlandsprodukt (in USD): 55,7 Mrd. USD (2013)

BIP Pro-Kopf-Einkommen (in USD): 16 435 USD (2013)

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.